Für Fahrten mit dem eigenen Boot auf dem Main sind Sportboothäfen erforderlich, die neben Wasserliegeplätzen auch geeignete Sliprampen anbieten.
Wir suchten uns für diese Jahr den Bootshafen des Motorjachtclubs in Obertheres aus. Dieser bietet für seine Gäste seinen privaten kleinen Campingplatz an, auf dem man entweder mit Wohnwagen oder Wohnmobil übernachten kann – wenn Plätze frei sind. Was wir nutzen konnten.
Drei Congerjollen-Gespanne fuhren am Donnerstag (2.Juli 26) mit dem gleichen Ziel los. Eine weitere Conger-Bootscrew kam am Freitag dazu. Die Segelausstattung ließen wir zu Hause.
Die Verantwortlichen des Motorjachtclubs begrüßten uns sehr freundlich und wiesen uns in die örtlichen Begebenheiten ihren Clubs ein
Es war sehr warm, so dass wir nach dem Einslippen der Boote bzw. Belegen der reservierten Liegeplätze erst einmal eine Kaffeepause einlegten, bevor wir dann eine kleine Bootstour mainaufwärts unternahmen. 
Den Abend verbrachten in geselliger Runde im 2 km entfernten Biergarten der Übernachtungspension der anderen Teilnehmer.
Am Freitag ging es erst einmal nach Haßfurt.

Nach einer Hafenrundfahrt fanden wir schließlich eine Liegemöglichkeit an der Main-Mauer beim „Main-Fräulein“, gleich bei der Volkshochschule.
Von dort aus ging es gemeinsam in die Stadt und genossen unseren Mittagskaffee in einem Cafe der Altstadt. Dabei stellten wir fest, dass die gesamte Altstadt für „Die lange Nacht“ vorbereitet wurde. Das Event wollten wir uns am Abend nicht entgehen lassen, so dass wir uns, nach der Rückfahrt mit unseren Booten zum Basishafen, für das Event in Haßfurt verabredeten und einen schönen Abend verbrachten.
Der Samstag war unser unser eigentlicher Touren-Tag.
Es ging von Obertheres, an Gädheim, an Schonungen sowie am Schloss Mainberg vorbei. 
Landschaftlich sehr reizvoll, vom Wasser sieht vieles einfach anders aus.
Nachdem die Sportbootschleuse außer Betrieb war, mussten wir die „große“ Schleuse nutzen um weiter zu kommen. Dazu nahmen wir telefonisch Kontakt zum Schleusenwärter auf und kündigten unser Ankommen an der Ottendorfer Schleuse eine halbe Stunde vorher an. Die große Schleusenkammer wurde daraufhin für uns 4 Congerjollen vorbereitet (die man allerdings auch noch unterteilen kann, was auch gemacht wurde) und wir konnten ohne Verzug einfahren. Welche ein Service!
In Schweinfurt legten wir nach etwa 20 km an der Mauer am Stadthafen an. Zuersts steuerten wir ein Cafe an, in dem wir uns ein wenig stärkten, danach ging es nach einer kleinen Altstadtrunde wieder zu unseren Booten zurück und wir fuhren wieder mainaufwärts nach Obertheres.
Den Abend trafen wir uns alle zum Abendessen auf der Kirchweih in Obertheres und verbrachten ein paar gemütliche Stunden dort.
Das Wetter an diesem Tag war ziemlich bewölkt .Nach dem Frühstück motorten wir am Sonntag nach Zeil am Main und zwischendurch überraschte uns immer wieder ein kleiner Regenschauer.
Auf dem Weg dorthin mussten wir die Schleuse Knetzgau überwinden. In Knetzgau ist die Sportbootsschleuse in Betrieb, die wir von einem Crew-Mitglied in Eigenverantwortung bedienten. Für uns 4 Congerjollen waren 2 Schleusungen erforderlich.
Eigentlich wollten wir in Zeil am Main anlegen. Der Industriehafen schien uns allerdings nicht dafür geeignet und das nahe gelegene Altwasser ist nur zum Segeln erlaubt, sodass wir keine Pause einlegen konnten. Da eine Congercrew am Sonntag wieder abreisen musste , entschieden uns nach Obertheres zurückzufahren und beim Motorjachtclub unsern obligatorischen Mittagskaffee einzunehmen.
Für das Abendessen reservierten wir eine Tisch in der historischen Hammerschmiedsmühle in Sylbach, wo wir auch den Tag ausklingen ließen.
Über Nacht regnete es heftig und der Montag startete regnerisch. Wir slippten die restlichen 3 Jollen aus,
vertäuten diese wieder auf unseren Sliptrailern und machten uns nach einem gemeinsamen Review wieder auf dem Heimweg.
Gegen 15:00 Uhr waren wir wieder zu Hause und eine sehr schönes Wochenende mit einer guten Gemeinschaft, sowie eine abwechslungsreiche Landschaft wie die Haßberge und etwa 80-Fluß-km auf dem Main lagen hinter uns.
Sicher werden wir an anderer Stelle den Main in ähnlicher Weise weiter erkunden.
GuI on Tour